GMP-BERLIN

Gesellschaft fr Management und Personalentwicklung-Berlin

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Retention Management  (Behaltens-Management)

Zufrieden mit der Arbeit - was wirklich zhlt

Viele Forscher wollten in den vergangenen Jahrzehnten herausfinden, was Menschen bei ihrer Arbeit Freude bereitet. Dabei konzentrierten sie sich auf drei Faktoren:
                   ”Fhigkeiten, Wertvorstellungen und berufliche Interessen”.
Butler und Waldtroop* sind der Ansicht, dass die beruflichen Interessen an erster Stelle stehen .

Hier ergnzt GMP-Berlin die Auffassungen der beiden Autoren mit Ergebnissen aktueller Statistiken. Es sind vorzugsweise Fhigkeiten gefragt. Die beruflichen Interessen, als auch die Wertvorstellungen, spielen fr viele Fhrungskrfte eine untergeordnete Rolle  obwohl dies oft anderslautend dargestellt wird.
Einmal jhrlich, in den sogenannten Jahresgesprchen, wird der Form halber nach beruflichen Interessen und Wertvorstellungen gefragt.

Wie “Tropfen Wasser auf einem heien Stein” verflchtigen sich diese Inhalte meist im alltglichen Geschftsumfeld.

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Wenn Ernennungsmglichkeiten bestehen, werden meist die Personen mit den besten technischen bzw. praktischen fachlichen Fhigkeiten bercksichtigt, da sie ohnehin 120% und mehr leisten.
Als Dank fr Geleistetes folgt die Ernennung zum Projekt- oder Teamleiter. Das bedeutet fr die Betroffenen noch mehr Verantwortung    “on top”.   Dabei wollen viele Leistungstrger oft nur ihren Fhigkeiten und Interessen nachgehen, gelobt und gefrdert werden.

Fhigkeiten. Gemeint sind die Fertigkeiten, Erfahrungen und Kenntnisse als Grundlage selbststndiger Arbeit. Sie vermitteln das Gefhl kompetent zu sein. Wie Studien ergaben, kann ein Gefhl von Inkompetenz die Kreativitt und Arbeitsproduktivitt beeintrchtigen.
Obwohl Fachkompetenzen wesentlich fr Neueinstellungen und Befrderungen sind, erweisen sich diese kompetenten Personen oft nicht in ausreichender Fhrungsqualitt

GMP-Berlin erfhrt von solchen Mitarbeitern/innen direkt, was ihnen schwer fllt, Vorgesetzte aber nicht hren wollen.
Besonders dann, wenn sich Mitarbeiter durch die Verantwortungslast bernehmen und ihre Eigenverantwortlichkeit bertreiben. Die Folge sind Leistungs- und Versagensngste, das Selbstvertrauen reduziert sich, die Eigenmotivationsfhigkeit sinkt.

Wertvorstellungen. Wie viel sie zur beruflichen Zufriedenheit beitragen, hat meist mit der Art von Belohnung zu tun, die Menschen anstreben. Manche schtzen Geld, andere die intellektuelle Herausforderung und wieder andere Prestige und ein angenehmes Leben. Selbst wenn Menschen dieselben Fhigkeiten und Interessen haben, knnen sie auf Grund ihrer Werte sehr unterschiedliche Laufbahnen einschlagen.

Nehmen wir nur drei Leute, die im Umgang mit Zahlen nicht nur glnzen, sondern den Umgang mit Geld lieben.

Der Erste strebt eine akademische Karriere als Finanzwissenschaftler an, weil ihn vor allem die intellektuelle Herausforderung reizt. Den Zweiten zieht es an die Brse. Der Dritte verfolgt den Weg an die Finanzspitze- getrieben vom Verlangen nach Macht und Einfluss. Ebenso wie Fhigkeiten, spielen deshalb Wertvorstellungen eine besondere Rolle.

Welche Wertvorstellungen haben Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?
 
Nur selten entscheiden sich Menschen fr eine Arbeit, die ihren Wertvorstellungen eigentlich nicht entspricht. Wer ungern Reisettigkeiten auf sich nimmt, wird kaum das Angebot einer Unternehmensberatung oder einen Ingenieursberuf annehmen;
Wer finanzielle Sicherheit schtzt, reit sich nicht um eine Karriere als selbststndiger Unternehmer.

Viele geraten auf eine bestimmte Berufslaufbahn, weil sie die Fhigkeiten besitzen und die Belohnung dort schtzen- obwohl sie die Ttigkeit nicht sonderlich erfllt. Nach gewissen Erfolgsphasen sind sie desillusioniert, verlieren das Interesse am Gleichklang ihrer Erfolge.

Erkenntnisse der GMP-Berlin:
Anfngliche Wrdigungen fallen zunehmend trivialer aus, weil diese Leistung mittlerweile erwartet wird. 
Folglich suchen die “Starken” woanders nach neuen Herausforderungen und die “Frustrierten” arbeiten nur noch wenig produktiv. Ihnen ist die Sicherheit eines vertrauten Arbeitsumfeldes wichtiger.
 

Berufliche Interessen. Butler und Waldroop* haben bereits vor mehr als 10 Jahren aus diesen Einsichten den Schluss gezogen, dass berufsbezogene Interessen am strksten ber die Zufriedenheit bei der Arbeit entscheidet.
Mag jemand seine Arbeit gut machen- was in der Regel auch seine Pflicht ist- und die Belohnungen schtzen, die damit verbunden sind. Langfristig zufrieden wird er sich aber nur fhlen, wenn er auch seine beruflichen Interessen verwirklichen kann. Und alleine das sorgt fr Loyalitt gegenber dem Arbeitgeber.


* Quelle: In Auszgen T Butler, J Waldroop, ”Wie Unternehmen ihre besten Leute an sich binden”. Harv Bus Rev. 2004 Oct; S.93-101.

GMP-Berlin Prozesse:Talent-Management

GMP-Berlin Prozesse: Ernennung von Leistungstrgern/innen

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